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Welche Ausgaben kann ich geltend machen?

  • Autorenbild: Martin Reiss
    Martin Reiss
  • 13. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit

Außergewöhnliche Belastungen einfach erklärt 🤓💡


Im Leben läuft nicht immer alles glatt. Manchmal kommen Kosten auf uns zu, die wir weder geplant noch vermieden haben: teure Medikamente, ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt, Pflegekosten oder die Unterstützung eines Angehörigen. Genau für diese Situationen gibt es die außergewöhnlichen Belastungen im Steuerrecht. 🧾✨


Viele wissen allerdings nicht, welche Ausgaben überhaupt anerkannt werden, wie die „zumutbare Belastung“ funktioniert und welche Belege unbedingt notwendig sind. Dieser Beitrag führt dich entspannt, verständlich und strukturiert durch das Thema – damit du steuerlich nichts verschenkt. 💶🔍



1. Was sind außergewöhnliche Belastungen? 🤔


Außergewöhnliche Belastungen sind private Kosten, die entstehen, weil eine besondere Lebenssituation dich dazu zwingt. Damit diese Ausgaben steuerlich absetzbar sind, müssen drei Punkte erfüllt sein:


  1. Außergewöhnlich – also kein normaler Alltag wie Miete oder Lebensmittel.

  2. Zwangsläufig – du hattest keine echte Wahl (z. B. Krankheit, Unfall, gesetzliche Verpflichtung).

  3. Finanzielle Belastung – die Kosten müssen dich spürbar treffen.


Das Finanzamt prüft außerdem die zumutbare Belastung – eine Art Selbstbehalt. Erst die Kosten darüber wirken sich steuerlich aus. 📉



2. Die zumutbare Belastung – kurz erklärt 🧮


Viele denken: „Außergewöhnlich? Also alles abziehbar!“ Leider nicht ganz. Der Staat erwartet, dass du einen gewissen Anteil deiner Kosten selbst trägst – abhängig von Einkommen, Familienstand und Kinderzahl.


Ein Beispiel:

💼 Einkommen: 40.000 €💊 Krankheitskosten: 2.500 €📌 Zumutbare Belastung: 1.200 €

➡️ Abziehbar sind nur 1.300 €.


Darum lohnt es sich, alle Belege sorgfältig zu sammeln. Jeder Euro über der Grenze zählt. 🗂️✨



3. Welche Kosten gelten als außergewöhnliche Belastungen? 📚


Die bekanntesten sind Krankheitskosten – aber die Liste ist viel länger. Schau dir die wichtigsten Kategorien an:


3.1 Krankheitskosten 🏥💉

Hierzu zählen alle Ausgaben, die medizinisch notwendig sind:

  • Arztkosten

  • Krankenhaus & Operationen

  • Therapien (Physio, Ergo, Psychotherapie)

  • Zuzahlungen zu Medikamenten

  • Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät, Rollstuhl

  • Fahrten zum Arzt 🚗

  • Chronische Behandlungen


Ein Rezept oder eine ärztliche Bestätigung reicht meist aus.


3.2 Medikamentenkosten 💊📑

Auch Medikamentenkosten lassen sich absetzen:

  • Rezeptpflichtige Mittel: Einfach abziehbar mit Rezept.

  • Rezeptfreie Mittel: Nur mit ärztlicher Bescheinigung über die Notwendigkeit.


Schmerzmittel, Antibiotika oder regelmäßige Medikamente bei chronischen Krankheiten werden fast immer anerkannt. Vitamine oder Wellnessprodukte eher nicht. 😉


3.3 Pflegekosten ❤️🧓

Pflege kann finanziell sehr belastend sein. Dazu gehören:

  • ambulante Pflege

  • häusliche Pflegekräfte

  • Pflegeheimkosten

  • Betreuungsleistungen


Besteht ein anerkannter Pflegegrad, können viele dieser Ausgaben voll abziehbar sein – ohne Eigenanteil. Das ist eine der größten steuerlichen Entlastungen. 🌟


3.4 Kosten bei Behinderung ♿🔧

Wer eine anerkannte Behinderung hat, kann wählen zwischen:

  • Behinderten-Pauschbetrag, oder

  • den tatsächlichen Kosten.

Zu den typischen tatsächlichen Ausgaben gehören:

  • barrierefreie Umbauten (Bad, Rampe, Treppenlift)

  • spezielle Hilfsmittel

  • medizinische Spezialbehandlungen

  • notwendige Fahrzeugumbauten 🚘♿

Der Pauschbetrag ist bequem – tatsächliche Kosten lohnen sich bei hohen Ausgaben mehr.


3.5 Unterhaltsleistungen 👨‍👩‍👧🤝

Unterstützt du bedürftige Angehörige finanziell, können auch diese Beträge abzugsfähig sein:

  • Eltern oder Großeltern ohne Einkommen

  • erwachsene Kinder ohne ausreichendes Einkommen

  • Angehörige im Ausland (strengere Regeln)

Für Unterhalt gelten jährliche Höchstbeträge.


3.6 Bestattungskosten ⚰️🌿

Eine Beerdigung bringt hohe Kosten mit sich. Absetzbar sind z. B.:

  • Bestattung

  • Trauerfeier

  • Grabstätte

  • Grabstein

Wichtig: Nur abziehbar, wenn der Nachlass die Kosten nicht deckt.


3.7 Fahrtkosten 🚗🧾

Viele vergessen: Fahrten rund um Krankheit und Pflege zählen ebenfalls.

  • Fahrten zum Arzt

  • Fahrten zu Therapien

  • Krankenhausbesuche

  • Fahrten zu schwer erkrankten Angehörigen

Es gilt meist: 0,30 € pro Kilometer.



4. Was wird NICHT anerkannt? ❌


Nicht alles, was gut gemeint ist, zählt steuerlich. Dazu gehören:

  • Wellness, Massagen & Prävention ohne medizinische Notwendigkeit

  • Fitnesskurse

  • Vitamine & Nahrungsergänzung ohne Empfehlung

  • Schönheitsbehandlungen ohne gesundheitlichen Grund

  • Alltagskosten (Kosmetik, Pflege, Ernährung)

Im Zweifel hilft immer eine medizinische Bescheinigung. 🩺



5. Diese Nachweise solltest du aufbewahren 📑📎


Damit das Finanzamt die Kosten akzeptiert:

  • Rechnungen

  • Quittungen

  • Rezepte

  • ärztliche Verordnungen

  • Pflegegrad-Nachweise

  • Schriftliche Bestätigungen

  • Bescheide der Krankenkasse über nicht erstattete Beträge

Grundregel: Nur selbst getragene Kosten sind abziehbar.



6. Wo trage ich das ein? 💻📝


In der Steuererklärung gibt es die Anlage „Außergewöhnliche Belastungen“.In ELSTER oder Steuerprogrammen wirst du Schritt für Schritt durch die Felder geführt. Die Software berechnet die zumutbare Belastung automatisch. 🔄



7. Alltagssituationen, die du vielleicht kennst 🏠


Beispiel 1 – Medikamente: 900 € Kosten, 700 € zumutbare Belastung → 200 € abziehbar.

Beispiel 2 – Pflegeheim: 500 € monatlich für pflegebedürftige Mutter → oft voll abziehbar.

Beispiel 3 – Brille: 650 € für eine verordnete Brille → abziehbar, sobald die Belastungsgrenze überschritten ist.



8. Lohnt sich das? 💭💸


Ja, durchaus – besonders wenn:

  • viele Krankheitskosten zusammenkommen

  • Pflegekosten anfallen

  • du Umbauten wegen Behinderung brauchst

  • ein schweres Jahr hinter dir liegt

  • mehrere außergewöhnliche Ereignisse zusammenkommen


Selbst wenn du die Grenze knapp verfehlst: Es lohnt sich immer, Belege zu sammeln. 📚✨


9. Fazit: Mit guten Unterlagen lässt sich viel sparen 🎯


Außergewöhnliche Belastungen helfen dir, finanzielle Ausnahmekosten steuerlich abzufedern. Von Krankheits- über Pflege- bis hin zu Unterhaltskosten – vieles kann geltend gemacht werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Wer Belege ordentlich sammelt, medizinische Notwendigkeiten nachweist und die Regeln kennt, holt oft mehr steuerliche Entlastung heraus, als erwartet. 💶📉




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