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📊💡 Vorsteuerabzug erklärt – was Selbstständige wissen müssen 🚀

  • Autorenbild: Martin Reiss
    Martin Reiss
  • 26. Sept.
  • 4 Min. Lesezeit

Wer selbstständig arbeitet, muss sich zwangsläufig mit Steuern beschäftigen. Eine der wichtigsten Fragen ist dabei: Wie funktioniert der Vorsteuerabzug? 🤔Für viele ist das ein Buch mit sieben Siegeln 📚, doch in Wahrheit steckt ein ziemlich logisches System dahinter. Und: Wer die Regeln versteht, kann jedes Jahr hunderte oder sogar tausende Euro sparen 💶.


In diesem Ratgeber klären wir alles Wichtige – verständlich, praxisnah und mit Beispielen, die du direkt auf dein Business übertragen kannst.



1. 🧐 Was ist Vorsteuer überhaupt?

Wenn du als Selbstständige:r etwas einkaufst – z. B. einen Laptop 💻, ein Handy 📱 oder Büromaterial 📎 – dann zahlst du nicht nur den Nettopreis, sondern auch die Umsatzsteuer.Diese Umsatzsteuer nennt man aus deiner Sicht Vorsteuer.

👉 Beispiel:

  • Laptop kostet 1.000 € netto.

  • Plus 19 % USt = 190 €.

  • Brutto zahlst du 1.190 €.


➡️ Die 190 € sind deine Vorsteuer.

Und jetzt das Beste: Diese 190 € kannst du dir vom Finanzamt zurückholen! 🎉



2. 🔄 Wie funktioniert der Vorsteuerabzug?

Das Prinzip ist einfach:

  • Du stellst deinen Kund:innen Rechnungen und berechnest darauf Umsatzsteuer (z. B. 19 %).

  • Diese Umsatzsteuer sammelst du ein, musst sie aber an das Finanzamt abführen.

  • Gleichzeitig zahlst du selbst Umsatzsteuer (= Vorsteuer), wenn du etwas kaufst.

  • Am Ende rechnest du beides gegeneinander:


Umsatzsteuer – Vorsteuer = deine Zahllast (oder Erstattung).


👉 Beispiel:

  • Umsatzsteuer von Kunden erhalten: 5.000 €

  • Vorsteuer gezahlt: 3.000 €

  • An das Finanzamt abzuführen: 2.000 €

So einfach ist das Grundprinzip. ✅



3. 👥 Wer darf Vorsteuer abziehen?

Nicht jede:r Selbstständige darf Vorsteuer abziehen.


✅ Berechtigt sind:

  • Unternehmer:innen, die Umsatzsteuer ausweisen.

  • Gewerbetreibende oder Freiberufler:innen, die nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen.


❌ Nicht berechtigt sind:

  • Kleinunternehmer:innen nach § 19 UStG.

  • Unternehmer:innen mit ausschließlich steuerfreien Umsätzen (z. B. bestimmte Ärzte, Versicherungsvermittler, Schulen).


💡 Merke: Nur wer Umsatzsteuer zahlt, darf auch Vorsteuer ziehen.



4. 📋 Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug

Damit das Finanzamt deine Vorsteuer anerkennt, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

  1. Ordnungsgemäße Rechnung 🧾

    • Name & Anschrift des Lieferanten

    • deine Daten

    • Steuernummer oder USt-ID

    • Rechnungsnummer

    • Rechnungsdatum

    • Leistungsbeschreibung

    • Nettobetrag + Umsatzsteuer + Bruttobetrag

  2. Unternehmerische Nutzung 💼

    • Die Anschaffung muss für dein Business sein.

    • Privatkäufe sind tabu.

    • Bei gemischter Nutzung → anteiliger Abzug.

  3. Tatsächliche Zahlung 💳

    • Die Leistung muss erbracht und bezahlt sein.



5. 📊 Vorsteuer in der Buchhaltung

Damit du den Überblick behältst:

  • Getrenntes Geschäftskonto nutzen 🏦 → besserer Überblick.

  • Rechnungen direkt prüfen (ist die USt korrekt ausgewiesen?).

  • Digitale Buchhaltungssoftware verwenden (z. B. Lexoffice, SevDesk, DATEV).

  • Alle Belege digital ablegen 📂.



6. 🔍 Praxisbeispiele für Vorsteuerabzug

Beispiel 1: Büroausstattung

  • Schreibtisch 500 € netto + 95 € USt → 95 € Vorsteuer.

Beispiel 2: Auto 🚗

  • Kaufpreis: 20.000 € netto + 3.800 € USt.

  • Nutzung: 70 % geschäftlich.

  • Abziehbare Vorsteuer: 2.660 €.

Beispiel 3: Handy 📱

  • Vertrag: 50 € netto + 9,50 € USt pro Monat.

  • 50 % geschäftliche Nutzung → 4,75 € Vorsteuer/Monat.

Beispiel 4: Weiterbildung 🎓

  • Seminar 1.000 € netto + 190 € USt.

  • Voll abziehbare Vorsteuer: 190 €.



7. 🚨 Typische Fehler beim Vorsteuerabzug

Viele Selbstständige machen ähnliche Fehler:

❌ Falsche Rechnungen akzeptieren → ohne Steuernummer keine Vorsteuer.❌ Private Einkäufe absetzen → Urlaub als Geschäftsreise tarnen? Schlechte Idee.❌ Kleinunternehmer-Regel falsch verstehen → keine Vorsteuer trotz gezahlter Umsatzsteuer.❌ Fristen versäumen → Vorsteuer muss innerhalb der Abgabefrist geltend gemacht werden.❌ Mischverwendung ignorieren → Auto 30 % privat nutzen → nur 70 % Vorsteuer abziehbar.



8. 🏗️ Sonderfälle beim Vorsteuerabzug

  • Bewirtungskosten 🍝: nur 70 % der Kosten absetzbar, aber 100 % der Vorsteuer.

  • Reisekosten ✈️: Hotelübernachtungen sind abziehbar, aber auf den Rechnungsnamen achten.

  • Investitionsgüter: Vorsteuer sofort abziehbar, auch wenn die Anschaffung abgeschrieben wird.

  • Reverse-Charge-Verfahren 🌍: Bei EU-Leistungen schuldet der Empfänger die Steuer – und kann sie gleichzeitig als Vorsteuer abziehen.



9. 💡 Vorsteuer clever nutzen – Strategien

✨ 1. Investitionen timenGroße Anschaffung noch im laufenden Jahr? Dann holst du die Vorsteuer sofort zurück.

✨ 2. Belege prüfenLieber sofort nachfragen, wenn eine Rechnung unvollständig ist.

✨ 3. Trennung von privat & geschäftlichEigene Konten, eigene Karten → spart Nerven.

✨ 4. Kleinunternehmerregelung prüfenManchmal lohnt es sich, bewusst auf die Regelung zu verzichten, um den Vorsteuerabzug nutzen zu können.



10. 📊 Beispielrechnung: mit & ohne Vorsteuerabzug

Ein Designer kauft:

  • Laptop 2.000 € netto + 380 € USt

  • Software 1.000 € netto + 190 € USt

  • Handy 500 € netto + 95 € USt

👉 Vorsteuer gesamt: 665 €

  • Als Kleinunternehmer: zahlt er 2.000 + 1.000 + 500 = 3.500 € brutto + 665 € USt, die er nicht zurückbekommt → 4.165 € Kosten.

  • Als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer: zahlt er zwar brutto, holt sich aber 665 € zurück → 3.500 € Kosten.

➡️ Unterschied: 665 € gespart! 🎉



11. ❓ FAQ – Häufige Fragen

👉 Kann ich Vorsteuer auch rückwirkend geltend machen?Ja, solange die Frist für die Steuererklärung nicht abgelaufen ist.

👉 Was, wenn ich eine fehlerhafte Rechnung habe?Dann muss der Aussteller sie korrigieren.

👉 Darf ich Vorsteuer aus Restaurantrechnungen ziehen?Ja, wenn es ein geschäftliches Essen war und die Rechnung vollständig ist.

👉 Gilt der Vorsteuerabzug auch für digitale Produkte (z. B. Software-Abos)?Ja – solange eine korrekte Rechnung mit Umsatzsteuer vorliegt.



12. 🏁 Fazit

Der Vorsteuerabzug ist für Selbstständige ein mächtiges Werkzeug, um Kosten zu sparen:

  • Du bekommst die Umsatzsteuer auf deine Geschäftsausgaben zurück 💶.

  • Du senkst deine Steuerlast und verbesserst deine Liquidität 🚀.

  • Wichtig sind korrekte Rechnungen, klare Trennung von privat und geschäftlich und ein gutes System für Belege.

👉 Wer den Vorsteuerabzug versteht und clever nutzt, hat einen echten Vorteil gegenüber der Konkurrenz.



✅ Vorsteuer-Checkliste für Selbstständige

  •  Umsatzsteuerpflicht geprüft

  •  Rechnungen auf Vollständigkeit kontrolliert

  •  Geschäftliche Nutzung dokumentiert

  •  Belege digital gesammelt

  •  Fristen im Blick

  •  Steuerberater bei Sonderfällen gefragt


Sie benötigen eine Beratung oder haben Rückfragen an unseren Steuerberater? - Einfache Terminvereinbarung unter https://www.reiss-steuerkanzlei.de/termin
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