💼 Steuertipps für Angestellte: So holen Sie sich bares Geld vom Finanzamt zurück
- Martin Reiss

- vor 4 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen jedes Jahr mehr Steuern als nötig – einfach, weil sie ihre Möglichkeiten nicht vollständig ausschöpfen. Dabei lässt sich mit ein paar gezielten Maßnahmen oft mehrere hundert bis über 1.000 € pro Jahr vom Finanzamt zurückholen. 💶
Die gute Nachricht: Man braucht kein Steuerprofi zu sein, um erste Vorteile zu nutzen. Mit den richtigen Kenntnissen können Sie Ihre Steuerlast deutlich senken.
Hier finden Sie die wichtigsten Steuertipps für Angestellte – verständlich, praxisnah und sofort umsetzbar. ✅
🚗 1. Werbungskosten richtig ausschöpfen
Alles, was beruflich veranlasst ist, zählt als Werbungskosten – und mindert Ihr zu versteuerndes Einkommen.
Typische Beispiele:
Fahrtkosten zur Arbeit (Pendlerpauschale)
Arbeitsmittel (Laptop, Monitor, Bürostuhl, Werkzeug, Fachliteratur)
Fort- und Weiterbildungen
Bewerbungen und Bewerbungsfotos
Berufsverbände oder Gewerkschaftsbeiträge
Kontoführungsgebühren (Pauschale möglich)
👉 Wichtig: Automatisch berücksichtigt das Finanzamt nur die Werbungskostenpauschale von 1.230 €. Liegt Ihr tatsächlicher Aufwand darüber, bekommen Sie Geld zurück – oft deutlich mehr als gedacht.
💡 Tipp: Belege digital sammeln oder direkt fotografieren. Das spart Zeit bei der Steuererklärung.
🏠 2. Homeoffice & mobiles Arbeiten steuerlich nutzen
Homeoffice ist inzwischen für viele Alltag. Auch steuerlich lohnt sich das Arbeiten von zuhause.
Sie können ansetzen:
Homeoffice-Pauschale: 6 € pro Tag (bis zu 1.260 € im Jahr)
alternativ: ein häusliches Arbeitszimmer, wenn es nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird
👉 Selbst ohne separates Büro können Sie die Tagespauschale nutzen.
Schon 3 Tage Homeoffice pro Woche ergeben schnell über 800 € zusätzliche Werbungskosten. 📈
🚆 3. Pendlerpauschale nicht unterschätzen
Der Arbeitsweg ist einer der größten steuerlichen Hebel.
Aktuell gilt:
0,30 € pro Kilometer für die ersten 20 km
0,38 € ab dem 21. Kilometer (ab 2026 ab dem 1. Kilometer)
Es zählt die einfache Strecke, nicht Hin- und Rückfahrt.
Beispiel: 15 km × 220 Arbeitstage = 990 € Werbungskosten, 30 km × 220 Tage = über 2.000 €
👉 Auch bei Krankheit, Urlaub oder Homeoffice nur tatsächliche Arbeitstage ansetzen.
🎓 4. Weiterbildung zahlt sich doppelt aus
Fortbildungen bringen nicht nur beruflich Vorteile, sondern auch steuerlich.
Absetzbar sind:
Kurs- und Seminargebühren
Prüfungsgebühren
Fachliteratur
Fahrtkosten
Übernachtungskosten
👉 Faustregel: Alles, was der beruflichen Qualifikation dient, ist in der Regel abziehbar.
Das gilt auch für nebenberufliche Studiengänge oder Umschulungen. 🎯
❤️ 5. Sonderausgaben nicht vergessen
Viele private Ausgaben wirken sich ebenfalls steuermindernd aus – werden aber häufig übersehen.
Dazu gehören:
Kranken- und Pflegeversicherungen
Altersvorsorge (Riester, Rürup etc.)
Kirchensteuer
Spenden
Kinderbetreuungskosten
Unterhaltsleistungen
👉 Gerade Versicherungsbeiträge sorgen oft automatisch für eine spürbare Erstattung.
💡 Tipp: Jahresbescheinigungen der Versicherungen sammeln – sie enthalten alle relevanten Beträge.
🔧 6. Handwerker- und Haushaltsleistungen clever absetzen
Auch im eigenen Zuhause können Sie Steuern sparen.
Begünstigt sind z. B.:
Renovierungen und Reparaturen
Elektriker oder Installateur
Reinigungskräfte
Gartenpflege
Winterdienst
Hier können Sie 20 % der Arbeitskosten direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen (max. 4.000 € pro Jahr).
👉 Wichtig: Rechnung + Überweisung. Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an.
📑 7. Steuererklärung freiwillig abgeben – fast immer lohnenswert
Viele Angestellte sind nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Trotzdem lohnt sich die freiwillige Abgabe häufig enorm.
📊 Durchschnittliche Erstattung für Arbeitnehmer: über 1.000 €
Und das Beste: Sie können bis zu 4 Jahre rückwirkend eine Erklärung einreichen.
👉 Wer also noch keine Steuererklärung für die letzten Jahre gemacht hat, verschenkt möglicherweise viel Geld.
🧾 Extra-Tipp: Ordnung spart Zeit und Nerven
Ein kleines System hilft enorm:
digitale Beleg-App oder Ordner
monatlich sortieren
Fahrten oder Homeoffice-Tage notieren
So ist die Steuererklärung später in wenigen Stunden erledigt – statt im Stress kurz vor Abgabefrist.
✅ Fazit
Mit ein wenig Planung lässt sich als Angestellte oder Angestellter jedes Jahr spürbar Steuern sparen. Viele kleine Posten ergeben zusammen oft eine überraschend hohe Rückerstattung.
Wenn Sie sicherstellen möchten, wirklich alle Möglichkeiten optimal zu nutzen, unterstützen wir Sie gerne persönlich und individuell.
👉 Weniger Aufwand, mehr Rückerstattung, kein Papierchaos.




