💸 Steuertipps für OnlyFans-Creator: Einnahmen richtig versteuern und legal mehr behalten
- Martin Reiss

- vor 18 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Viele starten auf OnlyFans nebenbei – als zusätzliches Einkommen oder sogar hauptberuflich. Was oft unterschätzt wird:
OnlyFans-Einnahmen sind ganz normale steuerpflichtige Einkünfte.
Egal ob Abos, Trinkgelder oder Pay-per-View – das Finanzamt behandelt das wie jede andere selbstständige Tätigkeit.
Die gute Nachricht: Wer seine Ausgaben kennt und richtig absetzt, kann viel Steuern sparen und bleibt rechtlich auf der sicheren Seite.
Hier finden Sie die wichtigsten Steuertipps – verständlich und praxisnah erklärt.
✅ 1. OnlyFans ist steuerlich ein Gewerbe oder selbstständige Tätigkeit
Sobald Sie regelmäßig Geld verdienen, gilt:
👉 Sie sind selbstständig tätig
Das bedeutet:
Anmeldung eines Gewerbes (in den meisten Fällen)
Einnahmen müssen versteuert werden
Gewinn gehört in die Steuererklärung
ggf. Umsatzsteuer beachten
Auch kleine Beträge sind steuerpflichtig. „Das läuft nur nebenbei“ schützt leider nicht vor dem Finanzamt.
💡 Tipp: Frühzeitig anmelden statt später Probleme bekommen.
💰 2. Alles zählt als Einnahme (nicht nur Abos)
Viele denken nur an monatliche Abos – aber steuerlich zählt jede Zahlung.
Dazu gehören:
Abonnement-Einnahmen
Trinkgelder („Tips“)
Pay-per-View Inhalte
individuelle Wünsche/Custom Content
Affiliate-Links
andere Plattformen zusätzlich (Instagram, Fansly, TikTok etc.)
👉 Maßgeblich ist immer der Betrag, der bei Ihnen ankommt.
Wichtig: OnlyFans sitzt im Ausland → trotzdem sind Einnahmen in der Regel voll in Deutschland steuerpflichtig.
🧾 3. Betriebsausgaben konsequent absetzen (großes Sparpotenzial!)
Hier liegt das größte Einsparpotenzial.
Alles, was Sie für Ihre Tätigkeit brauchen, kann den Gewinn mindern.
Typische Kosten:
🎥 Technik
Smartphone
Kamera & Objektive
Laptop / PC
Beleuchtung / Ringlicht
Mikrofon / Stativ
Speicherkarten & Zubehör
💻 Digital & Software
Schnittprogramme
Bildbearbeitung
Cloud-Speicher
Apps & Abos
Internet & Telefon anteilig
🏠 Arbeitsplatz
Homeoffice / Arbeitszimmer
Möbel
Strom anteilig
👗 Sonstiges (berufsbezogen!)
Outfits/Kostüme speziell für Content
Requisiten
Deko & Sets
Make-up für Shootings
Fahrtkosten zu Locations
Hotel/Studio-Miete
👉 Faustregel: Wenn Sie es nur für Ihre Inhalte nutzen, ist es meist absetzbar.
Hier kommen schnell mehrere tausend Euro pro Jahr zusammen.
🧮 4. Kleinunternehmer oder Umsatzsteuer?
Viele starten als Kleinunternehmer (§19 UStG).
Das heißt:
✅ keine Umsatzsteuer auf Rechnungen
✅ weniger Bürokratie
Aber:
❌ keine Vorsteuererstattung
Bei hohen Anschaffungen (Technik, Ausstattung) lohnt sich oft Regelbesteuerung, weil Sie die Umsatzsteuer zurückholen können.
👉 Diese Entscheidung spart oder kostet schnell viel Geld – lieber einmal prüfen lassen.
📊 5. Buchhaltung von Anfang an sauber führen
Typischer Fehler: Alles läuft über Privatkonto und Belege gehen verloren.
Besser:
separates Geschäftskonto
alle Einnahmen dokumentieren
Belege sammeln
monatliche Übersicht
einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Ohne Ordnung drohen:
❌ Nachzahlungen
❌ Schätzungen vom Finanzamt
❌ unnötiger Stress
💡 10 Minuten im Monat sparen später Stunden Arbeit.
💸 6. Rücklagen bilden (wichtig!)
Viele verdienen gut – und sind dann überrascht von der Steuernachzahlung.
Denken Sie an:
Einkommensteuer
ggf. Gewerbesteuer
ggf. Umsatzsteuer
👉 Empfehlung: 30–40 % vom Gewinn direkt zurücklegen
So gibt es keine bösen Überraschungen.
⚠️ 7. Diskretion & professionelle Betreuung lohnt sich
Gerade in sensiblen Branchen ist wichtig:
rechtssichere Struktur
saubere Buchhaltung
diskrete Beratung
klare steuerliche Planung
Eine gute steuerliche Begleitung spart oft deutlich mehr, als sie kostet.
🤝 Persönliche Unterstützung vor Ort
Als Steuerkanzlei Reiss betreuen wir auch viele digitale Selbstständige, Creator und Online-Geschäftsmodelle in und rund um Wasserburg am Inn.
Wir unterstützen Sie bei:
Steuererklärung & EÜR
Gewerbeanmeldung
Umsatzsteuer
Buchhaltung
individueller Steuergestaltung
persönlicher & diskreter Beratung
👉 Termin einfach online oder telefonisch vereinbaren.
✅ Fazit
OnlyFans kann sehr profitabel sein – aber nur, wenn steuerlich sauber gearbeitet wird.
Wer Einnahmen korrekt erfasst und alle Kosten nutzt, spart jedes Jahr viel Geld.
Mit Struktur und professioneller Unterstützung bleibt mehr vom Gewinn bei Ihnen.




